Tianwen-2: China greift nach einem kosmischen Rätsel

Tianwen-2 KI Bild

Als am 28. Mai 2025 vom Weltraumbahnhof Xichang in der südwestchinesischen Provinz Sichuan eine »Langer Marsch 3B/E« in den Himmel stieg, begann ein neues Kapitel der planetaren Forschung.

An Bord: Tianwen-2, »Fragen an den Himmel«. Diese Sonde soll mehr als nur einen Asteroiden besuchen. Sie ist der ehrgeizigste Versuch Chinas, die Ursprünge des Sonnensystems buchstäblich in Händen zu halten.

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Zwergplanet Haumea: Der rasende Rugbyball am Rande unseres Sonnensystems

Haumea Zwergplanet - KI Darstellung

Der Zwergplanet Haumea gehört zu den seltsamsten Objekten, die wir kennen. Stell dir vor, du stehst auf einer Welt, auf der ein Tag nur vier Stunden dauert. Die Sonne, kaum mehr als ein besonders heller Stern am pechschwarzen Himmel, rast über den Horizont. Der Boden unter deinen Füßen besteht aus kristallklarem Wassereis, so rein wie frisch gefallener Schnee.

Über dir spannt sich ein Ring aus Eisbrocken, der den gesamten Himmel durchzieht. Willkommen auf Haumea. Dem womöglich bizarrsten Ort im äußeren Sonnensystem.

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Welche Atmosphären haben Exoplaneten? Der Atem fremder Welten

Exoplaneten Atmosphäre - KI Darstellung

Exoplaneten Atmosphäre, das klingt nach trockenem Fachbegriff. In Wahrheit ist es die spannendste Detektivarbeit der modernen Astronomie. Auf einer dieser Welten regnet es flüssige Rubine. Auf einer anderen verdampft Gestein in der Hitze und fällt nachts wieder als glühender Staub vom Himmel. Irgendwo da draußen existiert vielleicht ein Planet, bedeckt von einem globalen Ozean unter einer Wasserstoffatmosphäre, hundertmal dicker als unsere Luft. Was wie Science-Fiction klingt, weist das James-Webb-Weltraumteleskop nach, hunderte Lichtjahre von uns entfernt.

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Wo im Sonnensystem Leben möglich sein könnte – Die überraschende Rolle der Ozeanwelten [2025]

Ozeanwelten im Sonnensystem, subglazialer Ozean unter Eiskruste, KI-Darstellung

Ozeanwelten im Sonnensystem sind keine Seltenheit. Unter kilometerdickem Eis tost ein Ozean, dunkel, salzig, vielleicht voller Leben. Und er liegt nicht auf der Erde, sondern 800 Millionen Kilometer entfernt, unter der Kruste eines Saturnmondes. Wenn Licht dort hinabfiele, würde es in grünlich schimmerndem Wasser verblassen, hundert Kilometer tief, bis es in schwarzer Tiefe verschluckt würde.

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Begegnung mit Komet Lemmon: Der eisige Bote aus der Tiefe des Alls

🌠 Komet C/2025 A6 (Lemmon)
Ein seltener Besucher kehrt erst in 1.150 Jahren zurück
Schlüsseldaten
Entdeckung
3. Januar 2025
Erdnähe
21. Oktober 2025
Sonnennähe (Perihel)
8. November 2025
Minimale Distanz zur Erde
89,2 Mio km
Aktuelle Helligkeit
~8,1 mag
Umlaufzeit
~1.150 Jahre
Entfernung zur Erde (September - Dezember 2025)
Helligkeitsentwicklung
Bahnvisualisierung (Draufsicht)
Besonderheiten
  • Nicht-periodischer Komet: Umlaufzeit > 1.000 Jahre
  • Retrograde Bahn: Bahnneigung 143,7° (bewegt sich entgegen der Planetenrichtung)
  • Grünliches Leuchten: Typisch für Kometen durch diatomaren Kohlenstoff (C₂)
  • Sichtbarkeit: Mit Fernglas gut beobachtbar, von sehr dunklen Orten mit bloßem Auge
  • Bahnveränderung: Die aktuelle Sonnenpassage verkürzt die Umlaufzeit von 1.350 auf 1.150 Jahre

Komet Lemmon Short Story

Die AIOLUS hing im Nichts, neunzig Millionen Kilometer von der Erde entfernt, die Bildwand zeigte einen grünlich leuchtenden Fleck vor dem schwarzen Hintergrund. Captain Chambers stand hinter Skellies Station und betrachtete die Sensordaten.

»Wie lange bis zum Intercept, Sergeant?«

Skellie hatte drei Finger über den Kontrollfeldern schweben, ihre großen Augen wechselten zwischen den holographischen Displays und der Bildwand. »Achtzehn Minuten, Sir. Relative Geschwindigkeit drei Kilometer pro Sekunde. Ich gleiche an.«

»Schön.« Chambers nickte zu CeCe hinüber. »Chief, ist die Sonde bereit?«

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