Schießereien im Raumschiff: Warum jede Kugel tödlich sein kann

Schießerei im Raumschiff – Soldaten in engen Korridoren

In Romanen und Filmen prasseln Kugeln durch metallene Gänge, Marines stürmen vorwärts, Funken sprühen, Rauch hängt in der Luft. Der Held duckt sich hinter eine Kiste, schießt zurück, Explosionen flackern in Zeitlupe. Alles wirkt kontrolliert heroisch. In Wirklichkeit wäre das Wahnsinn.

Denn ein Raumschiff ist keine Festung auf der Erde. Es ist eine mehrschichtige Druckkabine im Vakuum, ein empfindliches System aus Luft, Energie und Struktur. Die Hülle besteht zwar nicht aus Pappe (Druckschale, Strukturrahmen, oft zusätzliche Abschirmung gegen Mikrometeoriten), aber sie ist auch nicht dafür gebaut, Projektile aufzuhalten. Jeder Schuss kann den Gegner treffen oder das Schiff selbst beschädigen. Und wer die Hülle durchschlägt, riskiert nicht nur sein Leben, sondern das aller an Bord.

Warum also schießt überhaupt jemand in einem Raumschiff? Und wenn es unvermeidbar ist, womit?

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Bunte Kometen, kann es sie geben?

Kann es mehrfarbige Kometen geben?

Die Farben der Kometen gehören zu den rätselhaftesten Erscheinungen am Nachthimmel. Es ist März 1997, und du stehst auf einem Berggipfel in den Alpen. Die Luft ist kalt und klar, der Himmel so dunkel, dass die Milchstraße wie verschüttete Milch über das Firmament fließt. Dann hebst du den Blick, und da ist er. Komet Hale-Bopp, ein Besucher aus den äußersten Regionen des Sonnensystems, der zum ersten Mal seit 4.200 Jahren in Sonnennähe kommt.

Was du siehst, lässt dich nicht mehr los. Nicht ein Schweif, nicht zwei, sondern drei. Der eine leuchtet in einem elektrischen Blau, so intensiv, dass er fast künstlich wirkt. Der andere schimmert golden, breit gefächert. Und dazwischen, erst auf Fotografien sichtbar, ein dritter Schweif in warmem Orange. Der Kopf des Kometen selbst? Ein gespenstisches Smaragdgrün.

Woher kommen diese Farben? Warum ist der Schweif blau, der Kopf aber grün? Und warum reicht das Grün niemals in den Schweif hinein? Die Antworten führen uns tief in die Quantenmechanik, die Chemie des frühen Sonnensystems und die Grenzen unserer eigenen Wahrnehmung.

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Vagabundierende Planeten – Welten ohne Sonne

Vagabundierende Planeten – Welten ohne Sonne

Vagabundierende Planeten durchqueren die Milchstraße ohne Stern, ohne Licht, ohne Heimatstern. Milliarden von ihnen treiben womöglich durch den interstellaren Raum, unsichtbar für die meisten Teleskope, stumm und kalt. In den AIOLUS-Chroniken ist eine davon die Dark World. Im vierten Band steht dieser vagabundierende Planet im Zentrum der Handlung, und er ist genau so, wie die Wissenschaft solche Welten beschreibt. Er ist lichtlos, isoliert, ultrakalt und voller Überraschungen.

Doch was in der Science-Fiction als düstere Kulisse taugt, ist in der Astrophysik längst ein Forschungsfeld mit Substanz. Im Januar 2026 wurde erstmals die Masse eines solchen Himmelskörpers präzise bestimmt. Das James Webb Weltraumteleskop hat hunderte Kandidaten in einem einzigen Sternhaufen aufgespürt. Und Theoretiker diskutieren ernsthaft, ob auf diesen sonnenlosen Welten flüssiges Wasser existieren könnte.

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Vera C. Rubin Observatory: Die größte Kamera der Welt filmt das Universum

Vera C. Rubin Observatory auf dem Cerro Pachón in Chile
Rubin Observatory im April 2021. NOIRLab, CC BY 4.0

Das Vera C. Rubin Observatory wird den Himmel in einen Film verwandeln. Irgendwo in der chilenischen Atacama-Wüste, auf dem 2.682 Meter hohen Cerro Pachón, steht eine Maschine, die das kann. Keine Momentaufnahme, kein Schnappschuss. Ein Zeitraffer des gesamten sichtbaren Universums, aufgenommen über zehn Jahre. Alle drei Nächte wird das Observatorium den kompletten Südhimmel scannen und dabei mehr Daten sammeln als alle optischen Teleskope der Geschichte zusammen.

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Sedna – einsamer Wanderer am Rand der Dunkelheit

Sedna Oberfläche - hypothetisch KI generiert (FLUX)

Stell dir vor, du stehst auf einer Welt aus gefrorenem Methan. Unter deinen Füßen knirscht rötlicher Schnee, der seit Milliarden Jahren kein Sonnenlicht mehr gespürt hat, das warm genug wäre, um irgendetwas zu schmelzen. Du blickst zum Himmel. Die Sonne? Sie ist dort, ja. Aber sie ist nur ein Stern unter vielen. Heller als die anderen, gewiss, aber nicht mehr als ein stechend weißer Punkt, der kaum Wärme spendet. Minus 261 Grad Celsius zeigt dein Thermometer. Kälter als der kälteste Winter auf dem Pluto. Kälter als die Oberfläche von Neptuns Mond Triton.

Du stehst auf Sedna.

Benannt nach der Inuit-Göttin des Meeres, die der Legende nach in den eisigen Tiefen des Arktischen Ozeans lebt, ist Sedna einer der einsamsten Orte im bekannten Universum. Von hier braucht ein Funksignal zur Erde mehr als elf Stunden. Selbst Neptun, der fernste bekannte Planet unseres Sonnensystems, wäre von hier aus gesehen ein naher Nachbar.

Und doch ist Sedna womöglich das wichtigste Stück Eis, das Astronomen je entdeckt haben.

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